Wie in den Medien bereits im Vorfeld angekündigt wurde, traf Orkan Sabine auf Nordrhein-Westfalen. Deshalb hatte die Ortsverbandsführung bereits am Freitag die Verfügbarkeit der Gelsenkirchener THW-Kräfte über die jeweiligen Gruppenführer abgefragt, im Fokus stand hierbei der Zeitraum von Sonntag bis MontagAm Sonntagvormittag konnte der THW-Fachberater der Feuerwehr Gelsenkirchen die Verfügbarkeit aller Einheiten des Ortsverbandes melden.

Im Verlauf des Sonntags standen der Beamte vom Direktionsdienst und der THW-Fachberater im regelmäßigen telefonischen Kontakt. Das THW wurde hierbei über das jeweilige Lagebild im Stadtgebiet informiert. Am Sonntagnachmittag trafen sich Kameraden der Fachgruppe N und Zugtrupp um anstehende Arbeiten am Unterkunftsgebäude auszuführen, so das  ab diesem Zeitpunkt ein Fahrzeug für evtl. Einsätze zur Verfügung stand. Um 21:50 Uhr wurde dann der GKW II der Fachgruppe N zum ersten Einsatz „TH-Sturm, Baum auf Straße“ alarmiert. Um 0:30 Uhr wurden alle eingesetzten Einheiten zur ZFRW 2 beordert, dort wurde durch die Verpflegungsgruppe der FF LZ 18 Verpflegung an die Einsatzkräfte ausgegeben. Nach der Verpflegungsaufnahme wurden die Löschzüge der FF und das THW aus dem Einsatz herausgelöst und konnten Ihre Standorte anfahren. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war dann um 02:00 Uhr Einsatzende für die THW-Kräfte.

Für den 10.02.2020, 07:00 Uhr wurden zwei Bergungsgruppen durch die Feuerwehr angefordert. Um 06:30 Uhr trafen sich die Einsatzkräfte der Bergungsgruppen im Ortsverband und besetzten die Gerätekraftwagen. Direkt bei der Meldung der Einsatzbereitschaft an die Leitstelle wurden die Einheiten zu zwei Einsätzen entsendet. Für eine Gruppe ging es mit dem Einsatzstichwort „TH-Sturm, Baum auf Straße“ in den Stadtteil Scholven, die andere Bergungsgruppe übernahm den Einsatz „TH-Sturm Baum auf PKW“ im Stadtteil Horst. Während in Horst die Motorkettensägen eingesetzt wurden um einen PKW unter einem umgestürzten Baum zu befreien, konnte in Scholven unter der angegebenen Örtlichkeit kein Schadensereigniss festgestellt werden. Danach ging es zurück in den Ortsverband zum gemeinsamen Frühstück. Die befürchtete bei Tageslicht eintretende Flut von Notrufen in der Leitstelle der Feuerwehr blieb aus. So das nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft um 11:00 Uhr die THW Einsatzkräfte ihren Heimweg antreten konnten.

Foto von Sarah Schwarz

Um 19:22 h, am 17.12.2019 wurde der Ortsverband Gelsenkirchen durch die Regionalstelle Gelsenkirchen alarmiert. 

Am Nachmittag wurde in Oer-Erkenschwick ein dreigeschossiges Wohnhaus durch eine Explosion beschädigt. Um die Einsturzgefahr des Gebäudes abzuwenden wurden durch die vor Ort tätigen THW-Baufachberater umfangreiche Abstützmaßnahmen festgelegt. Vom Ortsverband Gelsenkirchen wurde die Bergungsgruppe Abstützsystem Holz (ASH) und zusätzlich Bauspindeln angefordert. Nach der Verlastung von Rüstholz und Bauspindeln machten sich Fahrzeuge und Mannschaft auf den Weg nach Oer-Erkenschwick. In unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle wurde am Gerätehaus des LZ II - Rapen ein Bereitstellungsraum (BR) eingerichtet. Dieser wurde auch von den Einsatzkräften aus Gelsenkirchen angefahren. Durch den Ortsverband Castrop-Rauxel wurde im BR Verpflegung bereitgestellt. Während die Einsatzkräfte aus Recklinghausen und Witten mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS) die Außenwand des Hauses sicherten und Rettungshunde das Gebäude absuchten, mussten die Gelsenkirchener Kräfte im BR warten. Erst im Laufe der Nacht zum 18.12.2019 kam die Bergungsgruppe-ASH zum Einsatz, nach Vorgabe durch die Baufachberaterin aus dem Ortsverband Übach-Palenberg wurden im Hausflur des Erdgeschosses zwei Rahmen aus Rüstholz zur Wandabstützung verbaut. Danach konnten die  Gelsenkirchener den Rückweg in den Ortsverband nach Gelsenkirchen antreten. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und einer kurzen Nachbesprechung endete der Einsatz für die 14 Gelsenkirchener Einsatzkräfte um 03:45 h am 18.12.2019.

Um 11.25 Uhr wurden wir am 29.11.2019 durch die Regionalstelle Gelsenkirchen alarmiert.

Grund hierfür war ein Stromausfall im Hauptbahnhof Hagen in den frühen Morgenstunden. Zunächst wurde die Fachgruppe Elektroversorgung in Rufbereitschaft versetzt um evtl. die bereits vor Ort tätigen THW-Einheiten zu unterstützen. Um 12:40 Uhr kam dann die Anforderung von zwei Maschinisten und der Netzersatzanlage der Fachgruppe zur Einsatzstelle. Nach eintreffen im Ortsverband machten sich Kevin Dommes und Daniel Ewald mit dem LKW-Ladebordwand und Anhänger-Netzersatzanlage auf den Weg nach Hagen. Es war keine lange Fahrt! Kurze Zeit später informierte uns der Ortsverband Hagen telefonisch, das der örtliche Energieversorger die Stromversorgung des Hauptbahnhofs wieder hergestellt hat. Für die beiden Helfer war der Einsatz, nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, um 14.30 Uhr beendet.